Die europäischen Mitgliedsländer haben sich den „Gemeinsamen Europäischen
Grundsätzen für die Anerkennung von nicht-formalem and informellem Lernen“ verpflichtet. Das bedeutet, dass sie sich bemühen alle Lernformen und Lernorten zu berücksichtigen und alle Individuen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem Alter und ihrer ethnischen Herkunft gleichwertig zu behandeln.
Um die bestehende Ungleichheit zu reduzieren, deren Hauptlast die Frauen tragen, ist es erforderlich, dass Fertigkeiten, Wissen und Kompetenzen, die in informellen und nicht-formalen Kontexten erworben werden in gleicher Weise berücksichtigt und gewürdigt werden wie solche, die in formalen Kontexten erworben und zertifiziert werden.
Der Bericht der Kommission an den Europarat, das Europäische Parlament, das Europäische Wirtschafts- und Sozialkomitee und das Komitee der Regionen „Zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern – 2007 betont, dass im Vergleich zu den Männern ein deutlich höherer Anteil von Frauen zwischen 20 und 49 auf Arbeit verzichtet.
Die Europäische Strategie zur Förderung der Wissensgesellschaft setzt einen Schwerpunkt auf die Wertschätzung und Anerkennung von Kompetenzen aus formal, nicht-formalen und informellen Lernumgebungen. In ihren Prioritäten für Lebenslanges Lernen liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Strategien für lebenslanges Lernen mithilfe spezifischer Methoden und Materialien. Ferner wird auch die Entwicklung eines Europäischen Referenzrahmens für Basiskompetenzen für einen Lebenslangen Lernprozess angestrebt.
Die Kontexte in den Partnerländern es Projekts – Frankreich, Deutschland, Schweden und Slovenien zeigen alle deutlich den Bedarf an Instrumenten zur Verbesserung der Identifikation und Wertschätzung von nicht-formalen und informellen Lernergebnissen von Frauen.
Unser Projekt wird sich auf die „Europäischen Schlüsselkompetenzen für Lebensbegleitendes Lernen“, die „Gemeinsamen Europäischen Grundsätze für die Anerkennung von nicht-formalem and informellem Lernen“ sowie auf den „Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2006-2010“ als Basis beziehen. Auf dieser Basis entwickeln wir eine gemeinsame Philosophie, eine gemeinsame Methodologie sowie ein gemeinsames Instrument für das Winkit-Projekt.
Die Projektergebnisse tragen so unmittelbar zu ihrer Implementierung bei und können ferner einfach von anderen europäischen Ländern verstanden und angepasst werden.
Die Innovation besteht aus einem Angebot für Frauen in Form eines Instruments zur Identifikation und Anerkennung von informellem Lernen. Dieses hat ein Lerntagebuchformat, für das drei Stufen identifiziert wurden:
Das Selbsterkennen der eigenen, informell erworbenen Kompetenzen:
Die Unterstützung der Zielgruppe beim Benennen der informell erworbenen Kompetenzen.
Die Bedeutung der Peer group und der sozialen Wertschätzung
Die Zuordnung der Fertigkeiten und Fähigkeiten zu den „Europäischen Schlüsselkompetenzen für Lebensbegleitendes Lernen“ sowie ihre Sichtbarmachung.
Institutionellen Anerkennung
Die Förderung der Einführung von institutioneller Anerkennung inklusive Zertifizierung von informell erworbenen Kompetenzen innerhalb bestimmter Europäischer Regionen.
Die Partnerschaft besteht aus Experten in den Themenbereichen: